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Diese Review enthält SPOILER!

Vor etwas mehr als einer Woche wurde bekannt das Stana Katic und Tamala Jones nicht für eine (mögliche) neunte Staffel zurückkehren werden. Diese Neuigkeiten führten, verständlicherweie, zu heftigen Reaktionen vieler Fans und obwohl ich normalerweise nicht der Meinung bin das eine Serie enden sollte, wenn ein Hauptdarsteller aussteigt, bin ich überzeugt davon das dies für „Castle“ der richtige Schritt wäre. Ein Ausstieg kann gut funktionieren, was Serien wie „Grey’s Anatomy“ oder „The Vampire Diaries“ bewiesen haben, allerdings ist die Beziehung zwischen Castle und Beckett das Herz der Serie. Die Chemie zwischen den beiden hat mich überhaupt erst zum Fan werden lassen und ohne das ist „Castle“ nur eine weitere gewöhnliche Crime-Serie.

Die achte Staffel hatte bisher schon einige Tiefen. Die sinnlose Trennung von Castle und Beckett, die Abwesenheit von Beckett oder die wenige Screentime beider Charaktere zusammen. Vermutlich wollten die Macher einen damit schon auf eine Staffel ohne Beckett vorbereiten und deshalb ist es umso brutaler das diese mit „Dead Again“ eine fast schon perfekte „Castle“-Episode abgeliefert haben. Nicht nur das Castle und Beckett öfter zusammen zusehen sind als nur in der Anfangs- und Endzene, auch Lanie spielt eine größere Rolle und dazu ist die Episode auch noch urkomisch und kann es schon fast mit Staffelhighlight „The Nose“ aufnehmen.

Das liegt zu einem großen Teil auch an Nebencharakter Alan, der einfach nicht sterben möchte, was vor allem Lanie an den Rand der Verzweiflung treibt und sie ihre Fähigkeiten in Frage stellen lässt. Auch Castles kindlich naive Art und die Szene zwischen Alan und Lanie, in der sie in gewohnter Caskett-Manier die Sätze des jeweils anderen ergänzen sorgen für Lacher. Abgesehen von dem wunderbaren Humor ist der Fall der Woche auch wenig vorhersehbar. Oftmals kann man schon vorher erahnen wer der Killer ist – meistens jemand den man zweimal gesehen hat oder von einem bekannteren Schauspieler gespielt wird – aber diesmal bin ich nicht darauf gekommen und hatte auch nicht mit Gwen gerechnet. Erst zu dem Zeitpunkt als Alan sie in Sicherheit bringen wollte war es natürlich klar.

Neben dem unterhaltsamen Fall der Woche ging es auch in der LokSat-Storyline voran und Beckett kommt der Identität des Bösewichts immer näher. Hilfe bekommt sie dabei, mal wieder, von Vikram, der, abgesehen von seinen Computerfähigkeiten, keinen Zweck erfüllt, was eigentlich traurig ist für jemanden im Hauptcast. Selbst Hayley hat mehr Backgroundstory bekommen und ist schon mehr im Team integriert als er. Wie dem auch sei, Vikrams Spur führt erneute zu Caleb Brown, der, wie sich herausstellt, gar nicht so böse ist, sondern nur Angst hat. Trotzdem schlägt er sich auf Becketts Seite und gibt ihr am Ende einen möglicherweise entscheidenen Hinweis.

Zuvor hält er Beckett allerdings eine Rede über ihren drohenden Tod, wobei es sich hoffentlich nicht um Foreshadowing handelt. Ihren Tod möchte ich nur ungern sehen, selbst wenn sie die Serie verlassen wird. Um Foreshadowing handelte es sich wohl auch in der Szene mit Castle und Beckett, in der er plant mit ihr nach Paris zugehen. Und da bekannt ist das zwei verschiedene Enden – eins für das Serienfinale, eins für das Staffelfinale – gedreht wurden kann man hier wohl schon erahnen wie beide Enden aussehen würden. Und auch wenn ich großer Fan der Serie bin möchte ich es lieber mit beiden in Paris enden sehen.

Also nochmal zusammengefasst: Mit „Dead Again“ liefert „Castle“ eine fast perfekte Folge ab, die nicht nur einen humorvollen und spannenden Fall beinhaltet, sondern auch die Haupthandlung vorantreibt. Das Fehlen von Alexis und Hayley ist ein weiterer positiver Punkt. Zwar mag ich die beiden, mehr oder weniger, allerdings war es schön die Kerngruppe mal wieder zusammen zusehen, vor allem da diese nur noch für drei Episoden bestehen wird.

Bewertung: 9/10

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