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Es ist zwar noch eine Woche bis zum Finale der zwölften Staffel, doch #12.23 At Last hätte schon fast das Potenzial zum Staffelfinale gehabt. Es gab Trennungen, Verlobungen, einen Todesfall und zwei Charaktere, die auf dem Krankenhausparkplatz übereinander herfallen.

„You ruined everything.“

Wie erwartet hatte der Sorgerechtsstreit von letzter Woche schlimme Folgen für alle Beteiligten. Vor allem die arme Penny musste mal wieder darunter leiden. Nach ihrer misslungenen Aussage zeigte Callie ihr die kalte Schulter, was wirklich mies von ihr war. Klar ist die Situation scheiße für Callie, aber daran ist sie selbst schuld. Sie hatte im Alleingang überstürzt entschieden ihre Tochter aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen und muss nun mit den Konsequenzen leben. Dafür kann Penny mit am wenigsten etwas. Gut, sie hätte von vorneherein versuchen können ihr es auszureden, aber Callie ist eine erwachsene Frau, die ja wohl selbst hätte wissen müssen, welche Schnapsidee das war.

So kommt es also zur Trennung zwischen den beiden und mal ehrlich, wer ist darüber wirklich traurig? Die beiden hatten keinerlei Chemie, und auch wenn ich Penny als Charakter mag, war sie doch größtenteils nur ein Boxsack für alle anderen, an denen sie ihre Wut rauslassen konnten. Das hatte sie wirklich nicht verdient und ist es wohl besser so das sie die Stadt verlässt und von vorne anfängt. Und es ist schön das gerade Meredith, mit der alles angefangen hat, diejenige ist, die Penny Trost spendet und Mut zuspricht. So schließt sich der Kreis.

Für Arizona und Callie sehe ich, trotz der momentanen Situation, damit wieder ein Fünkchen Hoffnung für die Zukunft – allerdings nur wenn Sara Ramirez sich dazu entscheiden sollte, für eine dreizehnte Staffel zurückzukehren. Arizona ist zurecht angepisst, immerhin war sie nicht diejenige die mit unfairen Mitteln versucht hat das alleinige Sorgerecht zu bekommen und selbst jetzt versuchte sie noch fair zu bleiben, was Callie versuchte auszunutzen, indem sie immer mehr Forderungen stellte. Es war richtig von Arizona eine Grenze zu ziehen. Vielleicht denkt Callie dann endlich mal über ihr Verhalten nach.

„Will you marry me?“

Vor Kurzem war ich noch froh das Amelia und Owen ihre Differenzen endlich bereinigt hatten und das Drama ein Ende hatte. Doch nun finde ich diese plötzliche Hochzeit schon wieder etwas zu überstürzt, allerdings nur weil ich befürchte, dass dies wieder zu Drama führen wird. Und dafür interessieren mich die beiden als Paar zu wenig, als das ich mir das weiter ansehen wollen würde. Amelia ist einzeln ein toller Charakter, Owen dagegen eher weniger. Der hatte bereits seinen Zenit überschritten als Christina in die Schweiz abgehauen ist. Die beiden haben ihre süßen Momente, aber so wirklich gepackt hat mich diese Paarung bisher nicht.

Wohin die Beziehung zwischen Alex und Jo noch führen soll, weiß ich auch nicht. Bereits zum dritten Mal lehnte Jo seinen Heiratsantrag ab und dafür würde ich sie am liebsten ohrfeigen. Was gibt es denn an Alex bitte nicht zu lieben? Er hat sich von einem arroganten Womanizer zu einem tollen Arzt und Freund entwickelt und eigentlich hatte Jo sich, in den letzten Wochen, auch zum positiven entwickelt – allerdings auch nur als Freundin für Stephanie. Ich vermute ja das sie bereits mit jemanden, aus ihrer Vergangenheit, verheiratet ist und den Antrag deshalb nicht annehmen kann.

„Just because you choose to be unhappy, doesn’t mean everybody else has to.“

Meredith hatte wieder ihre depressive Phase und kam nicht mit dem Glück von Amelia und Owen zurecht. Auch wenn ich ihre Anschuldigungen gegenüber Amelia teilweise lächerlich fand, kann ich andererseits auch verstehen wieso es aus Merediths Sicht so wirkt, als würde sie Dereks Leben übernehmen. Allerdings hatte Meredith sie selbst in ihr Leben gelassen, also kann sie es ihr nun nicht zum Vorwurf machen, dass Amelia in ihrem Haus wohnt, sich um ihre Kinder kümmert und glücklich ist. Meredith wirkte, in dieser Episode, wie eine richtig verbitterte Witwe. Selbst Alex wollte sie seine zukünftige Hochzeit vermiesen.

Und es ist wieder mal Dr. Riggs, der kein Blatt vor den Mund nimmt und seine Meinung sagt. Langsam fang ich echt an, ihn zu mögen. Und Meredith selbst scheint diese Seite an ihm auch nicht unattraktiv zufinden, immerhin fiel sie förmlich über ihn her. Das ist zum einen wenig überraschend, schließlich gab es schon damals Gerüchte, er sei ein Ersatz für Derek, doch andererseits schien es auch so, als würde es zwischen ihm und Maggie funken. Und auch Owen wird davon nicht begeistert sein. Damit ist Drama bereits vorprogrammiert. Ich bin von der Konstellation jedenfalls bereits jetzt angetan.

„We should go away together.“

Stephanie und Kyle haben innerhalb weniger Episoden das erlebt was andere Paare innerhalb mehrerer Staffeln durchmachen. Sie haben sich kennenlernt, waren ein Paar, haben sich getrennt, wieder vertragen und nun ist er gestorben. Das Kyle ein Todeskandidat ist, war bereits vorauszusehen, als die beiden Pläne für die Zukunft machten. Nie ein gutes Zeichen in dieser Serie. Und auch wenn es ein trauriger Anblick war, Stephanie im Zuschauerraum zusehen, wie sie Kyle beim sterben beobachtet, ging einem die ganze Geschichte trotzdem nicht wirklich nah. Und wie Jo, in Zeitlupe, durch das Krankenhaus rennt, war schon etwas überdramatisch.

Ansonsten gibt es über diese Episode nicht viel zu berichten. Ben und Miranda reden weiterhin kaum miteinander, da sich beide im Recht fühlen. Richard vermisst seine Frau, die ihm einen überraschenden Besuch abstattet und der (unspektakuläre) Fall der Woche handelt von einem Paar, das kurz vor der Trennung steht, sich allerdings wieder zusammenrauft als der Mann dem Sohn seiner Freundin das Leben rettet.

Bewertung: 7,5/10

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