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Die Gerüchte haben sich tatsächlich bewahrheitet: Callie Torres, gespielt von Sara Ramirez, wird die Serie verlassen und ab Staffel Dreizehn nicht mehr zum Cast gehören. Damit hatte sie im Staffelfinale ihren letzten, unspektakulären Auftritt. Außerdem steht die Hochzeit von Amelia und Owen an, bei April setzen die Wehen ein und Jo’s Geheimnis gefährdet ihre Beziehung zu Alex.

„Sofia deserves to have two happy moms.“

Kommen wir zuerst einmal zu dem Ausstieg von Callie, der einerseits mit den wichtigsten Part der Episode einnimmt, zeitgleich aber auch den kürzesten. Da hätte ich mehr erwartet, denn immerhin war Callie seit Staffel Zwei ein wichtiger und fester Bestandteil der Serie und im Finale war sie gerade mal in zwei bis drei Szenen zusehen. Aber immerhin wurde sie nicht getötet. Stattdessen entschied sich Arizona dazu das Sorgerecht neu auszuhandeln und übergab Callie Sofia sowie zwei Flugtickets nach New York. Einerseits ist das typisch Arizona und es ist auch schön das die beiden im Guten auseinandergehen, aber gleichzeitig lässt es auch die ganzen letzten Episoden sinnlos erscheinen. Wäre Arizona direkt einverstanden gewesen oder Callie nicht so unsensibel mit der Situation umgegangen hätte sich das alles vermeiden lassen. Begeistert bin ich von der Beziehung zwischen Callie und Penny noch immer nicht, aber man muss sie ja nun auch nicht mehr mit ansehen. Vermissen werde ich Callie nicht wirklich. Ich mochte ihren Charakter meistens, aber sie wurde in letzter Zeit so unsympathisch dargestellt und ist dazu relativ überflüssig geworden. Der Cast ist bereits groß genug.

„I’ve never had one second of anything real in my entire life. I want truth, i want a wife and a house and a family.“

Alex und Jo sind endlich wieder mehr in den Fokus gerückt. Das wünsche ich mir schon seit Längerem, allerdings habe ich, damit nicht gemeint das man ihre Beziehung noch weiter verkomplizieren soll. Wie vermutet ist Jo bereits verheiratet und vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflohen. Ihr Name ist nicht mal Jo. Doch das vertraute sie nicht Alex an, sondern erzählte es im betrunkenen Zustand Andrew. Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Jo sollte wissen, dass sie Alex vertrauen kann und er hat schon so viel Mist durchgemacht, dass diese Geschichte ihn kaum noch schockieren sollte. Alex ist erwachsen geworden, wie er selbst so schön sagte und das merkt man auch. Es wäre nur wünschenswert das Jo das auch noch wird.

Sehr schön fand ich die Szene zu Beginn zwischen Alex und Meredith. Die beiden haben eine wunderbare Freundschaft und ich bin froh, das Shonda Rhimes sich gegen eine Beziehung zwischen den beiden entschieden hat. Die beiden funktionieren als Freunde einfach viel besser. Aber um noch mal auf Jo zurückzukommen. Im betrunkenen Zustand zog sie sich aus, fiel aufs Bett, riss Andrew mit sich und ausgerechnet in dem Moment kam Alex ins Zimmer. Das war nicht nur vorhersehbar, sondern ist auch unnötiges künstlich erschaffenes Drama. Ich hoffe nur, dass Alex bald die Wahrheit erfährt, denn daraus könnte sich, wenn man es richtig anstellt, eine gute Storyline ergeben. Jeder weiß das Alex alles tun würde um die, die er liebt zu beschützen und wenn dann ein gewalttätiger Ex-Mann ins Spiel kommt, könnte das zu großartigen Szenen führen und die Beziehung der beiden schlussendlich festigen.

„I did jump you, didn’t I?“

Ich kann nachvollziehen, dass manche Fans immer noch Derek hinterher trauern, auch wenn ich selbst nie ein großer Fan von ihm war. Er war immerhin ein wichtiger Charakter für die Serie. Aber Leute, kommt schon? Die Chemie zwischen Meredith und Dr. Riggs stimmt einfach. Allein beim Gespräch im Krankenhaus sprühten die Funken und es war witzig zugleich. Dazu ihre Rede, dads es mehr als nur eine große Liebe geben kann und die Blicke zwischen ihr und Dr. Riggs. Da wird noch einiges auf uns zukommen. Das Positive dabei ist, dass es weder künstlich erzwungen wirkt, noch überstürzt ist. Da Drama dabei natürlich nicht fehlen darf, kommt auch noch Maggie ins Spiel, die sich in Dr. Riggs verknallt zuhaben scheint, womit Meredith in einer Zwickmühle steckt. Merediths Blick am Ende war einfach herrlich.

Maggie kann einem dabei schon ein wenig leidtun. Sie wirkt immer wie ein naives Kind, das nach Liebe sucht und sich dabei total schusselig anstellt. Ich hoffe, dass sie ihre große Liebe findet, aber mit jemand anderen und nicht Dr. Riggs. Der ist schon für Meredith reserviert. Das wird zwar sicherlich ein Keil zwischen Maggie und Meredith treiben, aber das bekommen sie schon wieder hin.

„You’re probably gonna see my vagina which might be weird.“

April durft im Finale Owens Trauzeugin spielen, allerdings kam es dazu erst gar nicht. Sie vergaß die Ringe in Merediths Haus und da setzten die Wehen bei ihr ein – und natürlich konnte nur Ben sie retten. Auch so eine vorhersehbare Storyline. Vor wenigen Wochen hatte Ben eine Patientin und ihr Baby verloren, als er einen Kaiserschnitt allein durchführte, was zu seiner Suspendierung führte. Und schwupps, einige Folgen später kann er das durch April wieder gut machen. Dass ihr und dem Baby nichts Schlimmes passieren würde, war wohl klar. So furchtbar kann selbst Shonda Rhimes nicht sein. Die Storyline der letzten Staffel war selbst für „Grey’s Anatomy“ schon ziemlich düstert und deprimierend. Noch mal hätten April und Jackson das nicht durchgestanden.

Durch die gelungene Operation konnte Ben auch bei seiner Ehefrau wieder Punkte sammeln und die beiden scheinen wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Auch April und Jackson kamen sich durch die Geburt ihres Kindes wieder näher. Das sind immerhin schon mal zwei Paare, bei denen es wieder einigermaßen funktioniert. Das ist auch bitter nötig, denn immerhin stehen diesmal Alex und Jo vor dem Aus und auch bei Arizona und Callie gibt es wohl kaum noch Hoffnung. Und selbst „Grey’s Anatomy“ braucht ab und zu mal glückliche Paare.

„Why the hell would you make me run?“

Für Amelia und Owen läuten die Hochzeitsglocken, doch niemand schien davon so richtig begeistert zu sein. Immerhin bin ich damit dann nicht allein. Ich finde es immer noch viel zu überstürzt. Dieser Meinung ist wohl auch Amelias Mutter und der Rest ihrer Familie, weshalb keiner von ihnen erschien. In dem Moment tat sie mir wirklich leid. Selbst Meredith verhielt sich ihr gegenüber echt unmöglich, da sie sich, durch Christina, immer noch als Aufpasserin von Owen hält. Christina ist bereits vor Jahren in die Schweiz abgehauen und hat Owen sitzen gelassen und so sehr ich Christina auch mag, sie hat im Leben von Owen nichts mehr zu sagen, genauso wenig wie Meredith.

Manchmal wirkt Meredith, als hätte sie eine Persönlichkeitsstörung. Sie selbst hatte Amelia in die Arme von Owen getrieben und jetzt passte es ihr nicht das die beiden heiraten. Und sie selbst hatte Amelia in ihr Leben gelassen und ihr das letzte Woche noch vorgeworfen. Seit Dereks Tod benimmt sie sich echt unfair gegenüber Amelia und es war gut, das diese ihr Mal die Meinung gesagt hatte und Meredith sich letztendlich doch dazu entschied für Amelia da zu sein. Auch wenn das bedeutete, das Meredith ihr dabei half, von der Hochzeit zu fliehen. Hoffentlich bessert sich ihr Verhältnis damit endlich und durch Merediths neue Romanze wird sie hoffentlich auch weniger verbittert.

Letztendlich schafften es Amelia und Owen, doch noch zu heiraten. Auch irgendwie vorhersehbar. Sie hätten Amelia’s Zweifel nicht schon im Trailer angedeutet, wenn sie vorgehabt hätten, die beiden nicht heiraten zulassen. Die Zeremonie war ganz schön, mit der Musik von Rihanna im Hintergrund, allerdings ist da bei mir nicht viel rübergekommen. Dafür interessieren die beiden mich als Paar zu wenig und ich glaube auch nicht das es auf Dauer zwischen den beiden funktioniert, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Damit endete die mittlerweile zwölfte Staffel. Es war eine tolle Staffel und ein gutes, teilweise vorhersehbares, Finale, wenn auch nicht das Beste. Das Beste ist und bleibt das Finale der sechsten Staffel.

Bewertung: 7,5/10

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