Wirklich viel los ist auf diesem Blog zurzeit nicht, da ich meistens nicht zum schreiben komme oder mir der Antrieb dazu fehlt. Das versuche ich nun aber, wieder mal, zu ändern und da ich massenhaft Serien schaue, werde ich nun jeden Sonntag (möglicherweise auch an einem anderen Wochentag) zu fünf Serien eine kleine Review zu den aktuellen Episoden schreiben. Diese Woche sind das Serienfinale von „Salem“, die Serienpremiere von „Riverdale“, sowie „Arrow“, „Grey’s Anatomy“ und „How to Get Away with Murder“ vertreten.

SALEM: S03E10 „Black Sunday“

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Beginnen wir mit dem Serienfinale von „Salem“. Vor wenigen Wochen wurde bekannt das die Serie, die laut den Produzenten eigentlich auf sieben Staffeln ausgelegt war, abgesetzt wurde. Es ist natürlich immer schwierig ein Serienfinale so zu gestalten, dass jeder zufrieden ist, vor allem wenn es ein plötzliches Ende ist. Die Macher von „Salem“ haben es allerdings hinbekommen alles soweit abzuschließen, auch wenn manches doch sehr gehetzt wirkte. Es wirkte fast, als wurden mehrere Episoden in 45 Minuten gequetscht. Anne Hales Wandlung zur dunklen Seite läuft ja bereits seit der ersten Staffel, kommt also wenig überraschend, aber dennoch fehlte hier ein wenig die Glaubwürdigkeit. Von einer Sekunde auf die nächste ist sie bereit ganz Salem zur Hölle zu schicken, „nur“ weil Cotton ihr das Herz gebrochen hat. Immer wieder blickte in dieser Staffel noch die alte Anne durch, doch in Episode 9 war diese von der einen auf die andere Sekunde verschwunden. Ihr Machthunger und das sie am Ende sozusagen die neue Mary Sibley ist, ergibt dennoch ein passendes Ende und so schließt sich der Kreis. Denn auch Mary war einmal ein unschuldiges, verliebtes Mädchen, bevor sie zur Hexe wurde.

Ohne Lucy Lawless hätte man sich die Wiedererweckung von Ingrid eigentlich sparen können und irgendwie wirkte diese Körpertausch-Storyline fehl am Platz und unnötig. Noch so eine Storyline bei der man sicher geplant hatte sie auf mehrere Episoden zu strecken. So war ihre Wiedererweckung nur von kurzer Dauer, denn natürlich durfte sie einem Happy End von John und Mary nicht im Weg stehen. Die waren auch die einzigen, die eins bekommen haben. Cotton wurde wortwörtlich in die Hölle geschickt, während Tituba irgendwo in einem Käfig hockt und Isaac scheint einem wütenden Mob zum Opfer gefallen zu sein. Auch wenn man das Schicksal der drei erahnen kann, bleibt hier immer noch Raum für die eigene Fantasie. Mercys Entwicklung finde ich am traurigsten. Sie war eine der stärksten Charaktere der Serie und hat sich in dieser Staffel zu einer verweichlichten Puffmutter entwickelt, die sich in Hathorne verliebte und nun zusammen mit ihm das Zeitliche segnete. Von der alten Mercy war da nicht mehr viel zusehen.

Die „Black Sunday“-Geschichte wurde überraschend einfach gelöst dafür, dass dieses Ereignis für mehrere Episoden groß angekündigt wurde. Aber anscheinend war es dem kleinen John wichtiger sich in einen, zugegeben, sehr attraktiven Mann zu verwandeln. Der kleine John war sowieso kaum noch zu ertragen. Aber auch er hatte kein Glück und wurde von der machthungrigen Anne Hale direkt wieder in die Hölle geschickt. Dort verweilt hoffentlich auch Sebastian, dessen Tod längst überfällig war. Als Serienfinale war die Episode okay. Man kann halt nicht viel erwarten, wenn eine Serie abgesetzt wird, obwohl die Macher eigentlich noch mehr Geschichten zu erzählen hatten. Vermissen werde ich „Salem“ allerdings kaum. Schon während dieser Staffel ist mein Interesse enorm gesunken. Ich hoffe das man, das hervorragende Cast in Zukunft in anderen Projekten zu Gesicht bekommt.

Bewertung: 7/10


GREY’S ANATOMY: S13E10 „You Can Look (But You’d Better Not Touch)“

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Das Stand Alone Episoden auch ein totaler Reinfall werden können hat „Grey’s Anatomy“ in dieser Staffel bereits mit der extrem langweiligen Episode „The Room Where It Happens“ bewiesen. Mit der ersten Episode nach der Winterpause bewies die Serie aber auch, das solche Episoden durchaus funktionieren können und nach dreizehn Jahren ist es besonders wichtig, immer neue Ideen einzubringen. Die Episode ist, durch das Wechseln der Location, auf jeden Fall mal was Neues im Grey’s Anatomy-Universum. Es war gut, das nicht verraten wurde was die Patientin verbrochen hatte, um in einem so jungen Alter für so viele Jahre hinter Gittern zu landen. Dadurch und durch das unscheinbare Äußere der Patientin spekulierte man als Zuschauer selbst darüber was ein so junges Mädchen getan haben könnte, das nicht mal ihre eigene Mutter sie sehen möchte.

Möglicherweise wurde es auch nicht verraten, damit man als Zuschauer mehr Mitleid mit der Patientin empfindet, was definitiv funktioniert hat. Jo wurde endlich mal wieder sympathischer dargestellt, was in letzter Zeit selten vorkam. Oft kam es mir so vor, als wollte Shonda unbedingt das man Jo nicht mag. Hier hat sie mir im Umgang mit der Patientin allerdings sehr gut gefallen. Bailey hingegen glänzte nicht unbedingt, was an ihrer nervigen Überheblichkeit lag. Und für jemanden der in Staffel Eins noch von allen gefürchtet wurde, verhielt sie sich ungewohnt ängstlich in der Gefängnisumgebung. Am Ende ging es noch kurz auf das Hauptthema Alex zurück, der einen Deal vereinbart hat und somit scheinbar ins Gefängnis wandern wird. Mein Interesse an dieser Storyline hält sich stark in Grenzen, da es dazu sowieso nicht kommen wird. Jedenfalls nicht auf Dauer. Wie soll das auch funktionieren? Wir sind hier nicht bei „Orange is the New Black“. Ein Hauptcharakter wird sicherlich nicht den Rest der Serie im Knast verbringen.

Bewertung: 9/10


ARROW: S05E10 „Who Are You?“

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Es ist nicht zu leugnen das „Arrow“ seit der fantastischen zweiten Staffel mächtig nachgelassen hat und Laurels Tod in der letzten Staffel hat es nicht besser gemacht. Umso erfreuter war ich darüber, dass Laurel scheinbar von den Toten wiedererweckt wurde. Auch als sich herausstellte das es sich bei Laurel um Black Siren von Earth 2 handelte hatte ich noch die Hoffnung, dass sie aus ihr Black Canary machen, wie es in den Comics auch der Fall war. Leider wurde ich von der Serie aber mal wieder bitter enttäuscht. Statt Laurel soll nun also eine Frau, die sich für die coolste hält, weil sie ein paar Typen in den Arsch tritt ihren Platz einnehmen, während Laurel erneut in einer Zelle verrottet. Ich möchte aber versuchen mir noch etwas Hoffnung zu bewahren, denn immerhin ist Laurel weiterhin in der Nähe und passieren kann bei dieser Serie alles.

Die Identität von Prometheus ist noch immer unbekannt, allerdings muss er jemand sein, der Oliver gut kennt. Woher sonst sollte er so viel über die echte Laurel wissen? Es würde mich nicht überraschen wenn unter der Maske jemand stecken würde, der eigentlich bereits tot sein sollte. Und wer weiß, vielleicht landet „Arrow“ mit der Enthüllung nächstes Jahr erneut auf meiner Liste der besten TV Twists. So wirklich warm werde ich mit dem neuen Team nicht. Die sind zwar alle ganz nett, aber ich vermisse Laurel und Thea. Ich frage mich wie lange letztere noch für Oli arbeiten soll, statt wieder Seite an Seite mit dem Team zu kämpfen. Das macht für mich keinen Sinn einen Hauptcharakter so zu verschwenden, außer Willa selbst hat um weniger Screentime gebeten. Felicity, ein sehr umstrittener Charakter, könnte nun allerdings endlich mal interessanter werden. Es enstehen meistens die interessantesten Storylines wenn gute Charaktere die Dunkelheit in sich entdecken und Felicity scheint sich durch den Tod von Billy in diese Richtung zu bewegen.

Bewertung: 7,5/10


RIVERDALE: S01E01 „Chapter One: The River’s Edge“

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„Riverdale“ ist eine weitere CW-Serie, die auf einer Comicvorlage basiert. Im Gegensatz zu dem Rest handelt diese aber nicht von Superhelden, sondern von einer Kleinstadt, viele hübsche Teenager und einem Mordfall. Hört sich an, wie diese Sorte Serie von denen es schon reichlich gibt und ehrlich gesagt ist „Riverdale“ das auch. Ein bisschen „Pretty Little Liars“, eine Prise „Gossip Girl“, gemischt mit „Twin Peaks“ und schon hat man ein neues Teendrama. Da „Pretty Little Liars“ sich aber langsam den Ende neigt, brauche ich Nachschub und „Riverdale“ scheint da genau das Richtige zu sein.

Pilotepisoden, gerade bei Teenie-Serien, hauen mich selten wirklich um. Solche Serien entfalten ihr Potenzial meistens erst nach ein paar Episoden, weshalb ich versuche nicht allzu kritisch zu sein. Auf den ersten Blick gab es hier nämlich nichts, was wirklich aufregend oder frisch gewesen wäre. Alles schon mal da gewesen. Von den Teenies scheint Veronica noch die Interessanteste zu sein. Während die meisten dieser Mean Girls zu Beginn noch absolut bitchig und oberflächlich sind, hat Veronica diesen Teil bereits übersprungen und versucht sich zu ändern. Sie wirkt selbstbewusst und schlagfertig, aber nicht unnötig gemein. Cheryl ist da schon eher die klischeehafte, typische Highschool-Zicke.

Auch die anderen Charaktere, wie Archie, Betty oder Kevin sind nur schablonenhafte Stereotypen, denen hoffentlich, im Verlauf der Serie, mehr Tiefe verliehen wird. Obwohl ich absolut nachvollziehen, kann warum gleich drei Frauen, unter anderen eine Lehrerin, sich zu Archie hingezogen fühlen interessiert es mich bisher absolut nicht, für wen er sich letztendlich entscheidet. Ich hoffe, dass das Staffelgeheimnis um einiges interessanter wird. Bisher fehlt jeglicher Bezug zu dem Charakter Jason, weshalb es mich bisher kaum juckt wer ihn umgebracht hat. So wie es sich anhört, war dieser eh kein besonders liebenswürdiger Mensch. Gute Ansätze sind da und es reicht vorläufig aus um mich bei der Stange zu halten, aber da muss noch einiges mehr kommen, um sich von anderen Teenie-Dramen abzuheben.

Bewertung: 7/10


HOW TO GET AWAY WITH MURDER: S03E10 „We’re Bad People“

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„How to Get Away with Murder“ erreichte einen tollen zweiten Platz in meiner Liste der besten TV Twists 2016 und ich war besonders gespannt darauf zusehen, welche Auswirkungen der Tod von Wes auf den Rest der Charaktere haben würde. Bisher scheint sein Tod aber relativ wenige Leute zu kümmern, mal abgesehen von Laurel. Mit einer Reihe von Flashbacks versuchte man dem Zuschauer zu vermitteln wie wichtig Wes für die anderen ist und was für ein guter Freund er doch war. Diese wirkten jedoch recht befremdlich. Das könnte daran liegen das man schnell mal vergessen kann das die fünf tatsächlich ein „normales“ Leben außerhalb von Morden und Vertuschungsaktionen führen. Fehlen tut mir Wes nicht und eine Veränderung ist bisher kaum zu spüren.

Das mag aber auch daran liegen, dass die Serie einem kaum eine Ruhepause gönnt und Wes weiterhin präsent ist. Somit fehlt die Zeit und ein wirklicher Grund zum trauern. Viola Davis schafft es sogar in einer winzigen Gefängniszelle eine beeindruckende Performance abzuliefern. Man kauft ihr jede Sekunde ihrer Angst und Unbehaglichkeit ab und leidet mit ihr mit, obwohl es Annalise sicher verdient hat, in dieser Zelle zu schmoren. Durch das Geständnis von Frank wird sie dort aber hoffentlich bald wieder rauskommen. Das er den Mord an Wes nicht wirklich begangen hat ist offensichtlich. Dennoch bin ich gespannt was die Staatsanwaltschaft und Polizei alles versuchen wird, um Annalise weiter im Gefängnis verrotten zu lassen. Immerhin schrecken sie nicht mal davor zurück Autopsie-Berichte zu fälschen.

Während Asher und Michaela mir als ungleiches Paar immer besser gefallen, dreht sich bei Connor und Oliver wieder alles nur im Kreis, was nur noch nervig ist. An diesem Punkt bin ich nicht mal mehr sicher, ob die Beziehung der beiden überhaupt noch einen Sinn macht, da diese nur noch aus Lügen, Streit und Betrug besteht. Abgesehen von ein paar Trauermomenten und Franks Geständnis ist in dieser Episode nicht wirklich viel passiert und die verschiedenen Storylines gingen auch kaum voran. Ungewöhnlich ruhig für eine Episode von „How to Get Away with Murder“.

Bewertung: 7,5/10

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