In der heutigen Ausgabe von „Mini Reviews der Woche“ werden wieder die fünf Serien beleuchtet, die mich in dieser Woche am meisten überzeugt oder auch enttäuscht haben. In dieser Liste vertreten sind das wirre „Teen Wolf“-Midseasonfinale, ein weiterer Todesfall bei „Vampire Diaries“, das Teen-Drama „Riverdale“, eine überraschende Wendung in „Jane the Virgin“ und ein vermisster Alex in „Grey’s Anatomy“.

TEEN WOLF: S06E10 „Riders on the Storm“

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Ich bin mir nicht sicher ob ich einfach nur müde von der Arbeit war als ich diese Episode gesehen oder ob „Teen Wolf“ mittlerweile so wirr und komplex ist, dass ich einfach nichts mehr verstehe. Die Wild Hunt-Storyline endete, damit das der Nazi-Werwolf besiegt wurde und in ein Ghost Rider verwandelt wurde, mit denen er dann schließlich verschwand. Aber was war nun das Ziel der Ghost Rider? Und was wollte der Nazi-Werwolf eigentlich? Wenn der Zug in die geplante Richtung gefahren wäre, was wäre dann passiert? Und warum wäre es passiert?

Es kann natürlich sein, das ich im Verlauf der Staffel gelegentlich etwas unachtsam war und mir wichtige Informationen entgangen sind, aber für mich wirkte die ganze Storyline wenig durchdacht und diente nur zum Vorwand um Dylan O’Brien verschwinden zu lassen der durch einen Unfall längere Zeit nicht drehen konnte. Seine Rückkehr ist eine der positiven Aspekte dieser Episode. Ich habe selten männliche Lieblingscharaktere in Serien da mich mehr die starken Frauencharaktere reizen aber Stiles hatte schon von Beginn an mit seiner lustigen und loyalen Art mein Herz erobert.

Auch wenn die Chemie mit Lydia durchaus stimmt, wirkt ihre Beziehung doch leider mehr oder weniger aufgesetzt. Man will es damit doch nur den Fans recht machen und das ist schade, da ich Malia viel passender für ihn fand. Chris und Melissa sind da schon eher eine Konstellation, die mir gefällt. Das Ende hätte auch als Serienfinale funktioniert und ich bin gespannt, wie es in den letzten zehn Episoden weiter geht und was Scott & Co. wieder zurück nach Beacon Hills ziehen wird. Und vor allem: Wie viel Stiles wird es in den finalen Episoden zusehen geben?

Bewertung: 7/10


VAMPIRE DIARIES: S08E11 „You Made a Choice to Be Good“

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Keine Ahnung ob Kat Graham Julie Plec irgendwas angetan hat oder ob Julie den Charakter Bonnie einfach nur abgrundtief hasst. Anders kann ich mir nicht erklären, warum sie immer und immer wieder so viel Leid ertragen muss. Entweder stirbt sie, wird von ihrem besten Freund im Stich gelassen oder – wie jetzt – verliert die Liebe ihres Lebens. Zugegeben der Tod von Enzo kam nicht gerade überraschend. Bei „Vampire Diaries“ kann niemand so glücklich sein, dazu noch seine Bucket List abarbeiten und dann erwarten glücklich in den Sonnenuntergang zu reiten. Es musste natürlich so kommen. Das macht es natürlich nicht weniger tragisch und die letzte Szene ist eine der besten und emotionalsten die, die Serie seit langer Zeit hatte.

Es wird auch interessant zusehen, wie es zwischen Bonnie und dem jetzt menschlichen Stefan weitergehen wird. Wäre ich Bonnie glaube ich nicht das ich ihm jemals verzeihen könnte. Ja er hatte seine Menschlichkeit abgestellt. Das bedeutet aber nur das es ihm egal ist wenn jemand stirbt und nicht das er töten muss. Caroline wird ihm, so wie ich sie kenne, vermutlich sofort verzeihen. Da könnte ich jetzt schon die Augen rollen. Caroline war mal ein toller und starker Charakter, als sie frisch zum Vampir geworden ist und beim Gespräch mit Dorian blickte die alte Caroline, die ihr Vampirdasein in vollsten Zügen genießt, auch wieder ein klein bisschen durch. Leider scheint sie diese starken Charakterzüge aber immer dann zu verlieren, wenn sie mit einem Typen zusammen ist – vor allem bei Stefan.

Ich bin froh das Stefan seine Menschlichkeit wieder erlangt hat. Es wirkt immer aufgesetzt, wenn er den Bösen spielt. Als der Gute ist er zwar auch nicht unbedingt immer zu ertragen, dafür wirkt er so authentischer. Cade als neuer Bösewicht haut mich auch nicht gerade vom Hocker. Da gab es über die Jahre Feinde, die bedrohlicher und charmanter wirkten. Und die Salvatore-Brüder dazu aufhetzen gegenseitig ihre Liebsten umzubringen? Langweilige Idee.

Bewertung: 8/10


GREY’S ANATOMY: S13E11 „Jukebox Hero“

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„Grey’s Anatomy“ hat es auch diese Woche auf meine Liste geschafft – aus weniger erfreulichen Gründen. Es gab einfach so viele Charaktere, die mich genervt haben. Maggie, Meredith und Alex gehörten zwar nicht dazu was aber auch nichts daran ändern, dass ich deren Storyline ziemlich lächerlich fand. Ich bin mir wirklich nicht sicher wie sowas funktioniert aber ich glaube nicht, dass jemand, vor allem ein erfolgreicher Arzt, einfach über Nacht jahrelang ins Gefängnis gesperrt wird und keiner ihn aufspüren kann. Diese ganze Storyline war nur Zeitverschwendung. Wer glaubte denn tatsächlich daran, dass Alex ins Gefängnis gesteckt wird? Ich nicht und jeder Zuschauer, der ein wenig nachdenkt auch nicht.

Kommen wir zu Amelia. Die liebe, nervige Amelia. Damals bei „Private Practice“ war sie eine meiner Lieblinge. Ihre Drogen- und Babystoryline waren so intensiv, spannend und interessant, doch von dem damaligen Charakter ist heute nichts mehr übrig geblieben. Sie ist nur noch eine weinerliche und ängstliche Person, die jedes Mal weg rennt, wenn es irgendwelche Konflikte gibt. Ich weiß, das Caterina Scorsone schwanger war oder ist und man sich irgendwas einfallen lassen musste aber warum ausgerechnet eine weitere Trennung? Seit mehreren Staffeln dreht sich deren Beziehung immer nur im Kreis. Das war damals bei Meredith und Derek oder Owen und Christina vielleicht noch interessant, aber zwischen denen stimmte immerhin die Chemie. Davon ist bei Owen und Amelia nichts zu spüren.

Nervfaktor Nummer Zwei: Richard & Co. Es ist ja nun nicht so, als wäre Eliza die sympathischste Person auf dem Planeten und ihre Art sich als die Beste aufzuspielen macht sie auch zurecht unbeliebt bei ihren Kollegen, aber sowas zu veranstalten wie Richard und die anderen Ärzte ist schon echt Kindergartenniveau. Es ist nicht das erste Mal das sich die Ärzte anderen gegenüber die eine Bedrohung darstellen könnten so abweisend verhalten, aber Eliza einfach komplett zu ignorieren, statt an einer Lösung zu arbeiten ist schon echt peinlich.

Bewertung: 6/10


RIVERDALE: S01E02 „Chapter Two: A Touch of Evil“

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Wie ich letzte Woche schon anmerkte, gebe ich vor allem bei Teendramen nicht sehr viel auf die Pilotfolgen, da dort alle Charaktere wie schablonenhafte Stereotypen wirken und sich erst im Laufe der Staffel entwickeln. Und zu meiner positiven Überraschung hat diese Entwicklung bereits in der zweiten Folge begonnen. Sehr interessant finde ich dabei Betty. Sie ist das typische, liebe Mädchen, das ich normalerweise zwar mögen aber keiner weiteren Beachtung schenken würde. Aber diese eine kleine Szene, in der sie Cheryl droht, sie umzubringen macht sie gleich doppelt so interessant. Sie hat offensichtlich auch eine dunkle Seite und es ist noch ein bisschen früh, aber mich würde es nicht wundern, wenn sie es mit dem Tod Jason zu tun hätte. Wenn man die Vorgeschichte mit Bettys Schwester und das merkwürdige Verhalten ihrer Mutter bedenkt, wäre das auf jeden Fall möglich. Ich wäre positiv überrascht wenn sich Betty in eine ähnliche Richtung wie Amy aus „Dead of Summer“ entwickeln würde.

Auch Cheryl hat kurz durchblicken lassen das in ihr mehr steckt als ein kaltherziges manipulatives Miststück. Sie gibt sich definitiv die Schuld am Tod ihres Bruders und hält den Schuldgefühlen und den Geheimnissen langsam nicht mehr Stand. Ich glaube zwar kaum, das sie ihn umgebracht hat, aber sie weiß definitiv mehr und mit der Enthüllung, dass Jason noch eine Woche nach seinem Verschwinden gelebt hat fange ich langsam an mich dafür zu interessieren, was das ist. Veronica mochte ich in der Pilotepisode noch etwas mehr. Ich bin mir zurzeit nicht sicher, wohin sich ihr Charakter entwickeln soll. Sie ist nicht das typische Mean Girl, aber auch keine Betty. Damit ist sie zwar eine der wenigen Charaktere, die nicht in das typische Raster eines Teenieserien-Charakters fällt, aber ich bin auch wenig von der Vorstellung angetan jede Woche zusehen, wie sie sich daneben benimmt und dann wieder um Verzeihung bitten muss.

Archies innerer Konflikt das Richtige zu tun, aber gleichzeitig Ms. Grundy nicht hintergehen zu wollen, bietet interessanten Stoff, würde aber überzeugender wirken, wenn ich da wirklich eine Verbindung zwischen ihm und seiner Lehrerin spüren würde. Ich hatte angenommen das sich hier eher eine Dreiecksbeziehung zwischen ihm, Betty und Veronica entwickeln würde und die sexy Lehrerin passt da irgendwie nicht rein. Viel mehr hat mir die Freundschaft zwischen Archie und Jughead gefallen, die sich, wenn man es richtig angeht, auf einem „Scott & Stiles“-Level begeben könnte. Eins muss ich aber noch loswerden: Archie ist definitiv einer der attraktivsten Typen, die in dieser TV-Season bisher über meinen Bildschirm geflimmert sind.

Bewertung: 8/10


JANE THE VIRGIN: S03E09 „Chapter Fifty-Three“

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Eigentlich war es eine typische „Jane the Virgin“-Episode mit viel Witz, Charme und dem ein oder anderen Twist. Aber es gab einen Charakter, eine Szene und einen Twist der mich so überrascht und berührt hat, dass es die Episode auf meine wöchentliche Liste geschafft hat. Dabei handelt es sich um Petra, das beste Beispiel dafür, warum in den meisten Serien die böseren weiblichen Charaktere zu meinen Favoriten gehören. Weil sie viel mehr Tiefe und meistens viel mehr Facetten besitzen als die guten Charaktere. Petra hatte in Rafaels Hotelzimmer Kameras installiert und herausgefunden das er durch das Testament sein ganzes Geld verlieren könnte und natürlich hatte jeder gleich daran gedacht, dass Petra ihn mit dieser Information erpressen möchte. Auch Rafael war davon überzeugt. Doch dann die große Wendung: Petra wollte ihn und ihre Zwillinge nur beschützen.

In einer Herzergreifenden und von Yael Groblas perfekt gespielten Szene gesteht sie unter Tränen, das sie, nach Anezkas Angriff, unter Paranoia leidet und das Gefühl hat über nichts mehr die Kontrolle zuhaben. Dazu kommt, das Anezka sie in genau dem Moment außer Gefecht gesetzt hatte, in dem sie endlich eine Verbindung zu ihren Kindern spürte, was ihr vorher sichtlich schwer fiel und sie nun Angst hat das diese Bindung für immer verloren sein könnte. Rafael und sein Geld zu schützen schien für sie der einzige Weg gleichzeitig auch ihre Kinder zu schützen und etwas für sie tun zu können. Durch dieses Geständnis zeigte Petra sich so verletzlich wie selten zuvor. Und genau so facettenreich sollte ein sogenanntes Mean Girl in einer guten Serie auch dargestellt werden.

Ob ihr Plan funktionieren wird, ist fraglich, wenn man bedenkt, das Anezka und Scott das Dokument gefunden und gegen Rafael verwenden wollen. Typisch Telenovela halt. Ansonsten gibt es über die Episode nicht allzu viel zu berichten. Eine weitere rührende Szene war die in der Alba ihr Enkelin Jane unter Tränen sagt, wie perfekt ihr Buch geworden sind. Solche Momente, schafft es die Serie immer perfekt einzufangen. Janes Cousine verschwindet derweil wieder aus ihrem und Rafaels Leben, aber nicht ohne vorher nochmal einiges gut zumachen und Michael bestand seinen wichtigen Test. Wenn wir schon beim Thema Michael sind: Bilde ich mir das nur ein oder macht der Sprecher schon seit dem Season 2 Finale Andeutungen darüber, dass Michael in naher Zukunft tatsächlich das Zeitliche segnen wird?

Bewertung: 7,5/10

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